Ausflugsziele rund um Dresden
Das Umland von Dresden ist ganz großartig, in nicht mal einer Stunde erreicht man Felspanoramen, Barockschlösser oder Weinberge. Und das Beste: Für einen Tagesausflug braucht man oft nicht mal ein Auto! Hier die unserer Meinung nach schönsten Ausflugsziele rund um Dresden, die sich lohnen:

Bastei und Basteibrücke: Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz
- Entfernung von Dresden: ca. 40 km | Fahrzeit: 45–60 Min. (Auto oder S-Bahn bis Kurort Rathen)
- Wie lange bleibt man so? 2–4 Stunden
- Ideal für: Erstbesucher, Paare, Familien mit älteren Kindern, Fotografen

Die Sandsteinfelsen sind etwas Besonderes: Sie ragen bis zum 200 Meter hoch über das Elbtal, das ist einfach malerisch schön! Dazu die Basteibrücke, die diese Felsnadeln verbindet. Und das Panorama auf die Tafelberge. Wenn dann noch das Wetter und das Licht gut isst, dann ist die Bastei sensationell! Die Faszination dieser Landschaft versteht man am besten, wenn man sie einmal selber gesehen hat.
Das Beste: Man muss nicht lange bergauf laufen, um das Panorama zu erleben: Vom Parkplatz sind es 10 Minuten zu Fuß bis zur Aussichtsplattform. Entsprechend gut besucht kann es auch sein.
Was einen erwartet
Es ist die Aussicht und die Landschaft! Dazu gibt es weitere echte Highlights:
- Die Ruine der Felsenburg Neurathen (direkt hinter der Basteibrücke)
- Aussichtspunkte wie die Ferdinands-Aussicht und das Kanapee (ruhiger als die Brücke selbst)
- Für Wanderer: Der Abstieg durch die Schwedenlöcher zum Kurort Rathen (Vorsicht, unten etwas steil mit vielen Treppen, aber landschaftlich großartig).
- Ab Rathen: Dampfer von/ zurück nach Dresden

Gut zu wissen
- Die Bastei ist an Wochenenden und in den Ferien rappelvoll. Also: Entweder früh sein (vor 9 Uhr) oder spät (ab 19 Uhr).
- Der Parkplatz direkt an der Bastei ist in der Saison schon früh voll. An Spitzentagen gibt es einen Shuttle vom Ausweichparkplatz weiter unten (April bis Oktober).
- Alternative: Mit der S-Bahn bis Kurort Rathen plus Fähre und Wanderung.
- Oder eine komplett organisierte Tour in die Säsische Schweiz ab Dresden buchen*
Tipp: Den besten Fotospot für die Basteibrücke haben wir auf der Pavillonaussicht auf der gegenüberliegenden Seite gefunden. Von dort bekommt man das ikonische Bild von der Brücke.
Festung Königstein: Bergfestung mit Rundumblick
- Entfernung von Dresden: ca. 30–35 km | Fahrzeit: 40 Min. (Auto oder S-Bahn S1)
- Wie lange bleibt man so? 3 - 5 Stunden
- Ideal für: Familien, Geschichtsinteressierte, alle, die ein gutes Panorama mögen

Der Blick von der Elbe hinauf zur Festung Königsstein ist beeindruckend: Ein Tafelberg und darauf die Bergfestung. Sie liegt so strategisch, dass sie 400 Jahre lang niemals eingenommen werden konnte!
Die Anlage ist groß und gut erhalten mit über 50 historischen Gebäuden auf 9,5 Hektar. Wirklich schön ist, über das Kopfsteinpflaster zu spazieren, zwischen Kasernenhäusern und Kanonen und dann... dann öffnet sich von einer Bastion aus der Blick über das Elbtal und die Tafelberge! Auf dem fast 2 Kilometer langen Wehrgang kann man übrigens in alle Richtungen schauen!
Das Besondere
Die Festung Königstein ist etwas Besonderes:
- Die Kombination aus Militärarchitektur und Aussicht!
- Der Brunnen ist 152 Meter tief! Das ist viel und einen Stopp wert!
- Das barocke Friedrichsburg-Schlösschen ist ein kleines Juwel, unbedingt anschauen!
- Die Ausstellung im Neuen Zeughaus erzählt die Festungsgeschichte: Z.B. da hier nie geämpft wurde, war der sächsische Hofschatz im Siebenjährigen Krieg hier versteckt!
Praktisches
- Anreise ca. 30-45 Minuten: mit dem Auto (Parkhaus an der B172) oder S-Bahn (S1 bis Königstein)
- Im Sommer fahren historische Elbdampfer von Dresden direkt bis Königstein
- Auf dem weitläufigen Plateau oben kommt man auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen gut voran.
- Online-Tickets lohnen sich (spart Wartezeit!) gibt es hier
- Oder eine komplett organisierte Tour ab Dresden buchen*
Tipp: Unter der Woche vor 11 Uhr da sein – Busgruppen kommen meist erst mittags. Wer den Hauptaufzug nicht nehmen möchte, geht zu Fuß durch das historische Torhaus hoch. Langsam, aber man passiert dabei die alten Festungsmauern auf eine Art, die im Aufzug fehlt.
Schloss Moritzburg: Barockes Märchenschloss
- Entfernung von Dresden: ca. 15 km | Fahrzeit: 30 Min. (Auto) oder 45 Min. (Bus 477 ab Neustadt)
- Wie lange bleibt man so? 2–3 Stunden
- Ideal für: Paare, Familien, Aschenbrödel-Fans, Tagesausflügler

Vier Türme und eine goldgelbe Fassade, die sich im Schlossteich spiegeln: Moritzburg ist wie aus dem Bilderbuch! Und tatsächlich wurde hier der Märchenfilm "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" gedreht!
Das Schloss innen
Im Barockschloss von August dem Starken können 25 prächtige Räume und Säle können besichtigt werden:
- Das Federzimmer ist ein Schlafgemach, dessen Bett und Wände mit Millionen echter Federn verkleidet sind
- Der Steinsaal hat riesige Elch- und Rentiertrophäen an den Wänden
- Der Speisesaal mit 71 Rothirschgeweihen ringsum zeigen die Jagdleidenschaft des Kurfürsten.
Außen und um das Schloss herum
- Der Spaziergang um den Schlossteich (ca. 1,5 Kilometer) ist großartig wegen der vielen Blickwinkel auf das Schloss
- Tipp: Abstecher zum Fasanenschlösschen (20 Minuten Fußweg durch den Wald), mit dem süßen kleinen Leuchtturm und der Aussicht auf Schloss Moritzburg
- Die Pfauen auf den Wiesen (im Sommer) sind einfach nett.
- Nebenan ist das Landgestüt mit historischen Stallungen (und Hengstparaden im September).
Tipp: Gastronomisch lohnt sich ein Besuch im Adams Gasthof im Ort, der ist seit 1675 in Betrieb. Wer etwas typisch Sächsisches möchte: Wild aus Moritzburger Jagd und Fisch aus den Teichen stehen auf der Karte.
Tour ab Dresden: Wer es organisiert mag, kann hier eine Tour ab Dresden buchen*
Meißen: Albrechtsburg, Dom und Porzellan
- Entfernung von Dresden: ca. 25 km | Fahrzeit: 35 Min. (S-Bahn S1, halbstündlich bis Meißen Altstadt)
- Wie lange bleibt man so? 4-6 Stunden
- Ideal für: Kulturliebhaber, Paare, Weinfreunde, Familien mit Interesse an Geschichte

Meißen ist eine der ältesten Städte Ostdeutschlands. Gassen mit Pflastersteinen und Fachwerkhäuser und einem historischen Dom.
Was Meißen von anderen historischen Städtchen unterscheidet: Es ist lebendig und nicht nur touristisch. So schenken Winzer ihren Wein in kleinen Höfen aus und überall sind Meißener unterwegs.
Besonders am Abend fanden wir Meißen ganz großartig, vor allem den Blick von der Altstadtbrücke auf den beleuchteten Burgberg mit seiner Spiegelung in der Elbe.
Albrechtsburg und Dom
- Ältestes Schloss Deutschlands (fertiggestellt 1471)
- Gewölbedecken und Wendeltreppen ohne Mittelsäule. Das war in der damaligen Zeit eine Architektur-Revolution
- Hier war auch die erste europäische Porzellanmanufaktur
- Direkt daneben der Meißner Dom (13. Jh.) mit Grabmälern der Wettiner, Glasfenstern und Kanzel
- Regelmäßige Orgelkonzerte, die Akustik ist großartig
- Für den Aufstieg: Kostenloser Panoramaaufzug an der Meisastraße (Parkdeck am Hahnemannsplatz)
Porzellanmanufaktur Meissen
- Etwa 15 Minuten Fußweg vom Zentrum entfernt
- Schauwerkstätten, in denen man Malern und Formern über die Schulter schauen kann
- Faszinierend ist die Präzision, mit der eine Porzellanrose entsteht
Wein in Meißen
- Meißen ist Weinbaustadt. Kleine Straußwirtschaften und Vinotheken laden ein, den lokalen Riesling zu probieren.
- Auch schön: Das Weingut Schloss Proschwitz (etwas außerhalb gelegen) mit einer Terrasse im Weinberg mit Blick auf die Albrechtsburg.
Tipp: Die Elbfähre von der Meißner Seite nach Niederfähre dauert zwei Minuten. Vom anderen Ufer hat man die Perspektive, aus der früher Maler wie Canaletto die Stadt gemalt haben.
Aktivitäten vor Ort:Tickets, Rundgänge usw. kann man schon hier vorab online buchen*
Schloss Pillnitz: Barocker Lustgarten mit Elbblick
- Entfernung von Dresden: ca. 15 km | Fahrzeit: 25 Min. (Auto) oder 30 Min. (Bus 63 ab Schillerplatz)
- Wie lange bleibt man so? 2–4 Stunden
- Ideal für: Paare, Garten- und Kulturliebhaber und Familien mit Picknick-Ambitionen

Schloss Pillnitz liegt noch im Dresdner Stadtgebiet und fühlt sich trotzdem wie ein (weiter) Ausflug an. Eine eigene Welt abseits der Stadt: Das Wasserpalais mit seinen geschwungenen Dächern direkt an der Elbe, davor breite Steintreppen bis ans Wasser, dahinter der große Schlosspark.
August der Starke baute es als Sommerresidenz. So war Pillnitz immer ein Ort der Erholung (und nicht der Repräsentation). Deswegen ist es so entspannt hier...
Der Schlosspark
- Der Park ist das eigentliche Highlight. Barocke Elemente mischen sich mit einem weitläufigen englischen Landschaftsgarten mit seinen alten Bäumen.
- Eine Besonderheit im Park: Die Kamelie von Pillnitz, ein über 250 Jahre alter Kamelienstrauch in einem fahrbaren Glashaus. Sie trägt im März und April unzählige rote Blüten.
- Wir lieben es, an der Elbe zu spazieren.
- Am besten mit Blick auf das Wasserpalais vom gegenüberliegenden Hang. Einfach mit der kleinen Fähre übersetzen, dann sind es nur 10 Minuten hinauf zur Weinbergkirche. Da das nur wenige Touristen machen, ist es meist leer und die Aussicht ist großartig!
Im Schloss
- Im Neuen Palais liegt das Schlossmuseum, die Räume kann man besichtigen. Allerdings ist es hier nicht so prunkvoll wie in Moritzburg.
- Im Bergpalais gibt es noch ein Kunstgewerbemuseum.
Anreise mit dem Dampfer
Das ist unser eigentlicher Tipp: Wer es einrichten kann sollte mit dem historischen Raddampfer kommen (Linienfahrt L61 oder L80). Einfach weil es so schön ist, an den Elbschlössern und dem Blauen Wunder vorbeizufahren. Die Sächsische Dampfschifffahrt verbindet Dresden mit Pillnitz in etwa 1,5 bis 2 Stunden. Man kann auch eine Fahrt (z.B. hin) mit dem Dampfer und die andere mit dem Bus machen. Tickets gibt es hier.
Tipp: Im Sommer darf man auf (ausgewiesenen) Wiesen ein picknicken.
Radebeul: Lößnitzgrundbahn und Sächsische Toskana
- Entfernung von Dresden: ca. 10 km | Fahrzeit: 15 Min. (S-Bahn S1)
- Wie lange bleibt man so? halber bis ganzer Tag, je nachdem
- Ideal für: Paare, Familien, Genussmenschen, Radfahrer, Eisenbahnfans

Radebeul liegt direkt neben Dresden und ist trotzdem wie eine andere Welt: Weinberge und Villen und an Winzerhöfen kann man etwas trinken. Dazu gibt es den Panoramablick über die Elbe und Dresden. Es ist so schön hier, dass man die Gegend auch "Sächsische Toskana" nennt.
Altkötzschenbroda
- Der historische Dorfkern von Altkötzschenbroda ist das Herz von Radebeul.
- Hier gibt es Weinstuben und kleine Galerien.
- Im September findet übrigens ein Weinfest statt.
Die Weingüter
- Schloss Wackerbarth ist das bekannteste: Ein barockes Herrenhaus mit Park und Terrassenweinbergen und natürlich kann man Sekt verkosten.
- Auch schön ist Hoflößnitz, dem historischen Staatsweingut weiter oben in den Weinbergen (hier gibt es übrigens den seltenen Goldriesling).
Die Lößnitzgrundbahn
- Die Lößnitzgrundbahn, eine Die Schmalspur Dampflock, ist einfach schön.
- Sie fährt von Radebeul Ost durch bewaldete Täler bis nach Moritzburg und Radeburg.
- Locals nennen sie auch liebevoll "Lößnitzdackel."
- Im Sommer gibt es offene Aussichtswagen, dann am besten dunkle Kleidung anziehen (wegen der Rußspritzer).
- Tickets gibt es im Zug.
Karl May
- Radebeul ist Karl-May-Stadt.
- In seinem Wohnhaus (Villa Shatterhand) ist ein Museum mit Exponaten aus dem Wilden Westen.
- Für Kinder ab dem Grundschulalter gibt es den Tipi-Park im Garten.
Tipp: Die Spitzhaustreppe, eine barocke Sandsteintreppe mit fast 400 Stufen, führt hinauf zum Spitzhaus-Ausflugslokal und dem Bismarckturm. Einer der besten Ausblicke der ganzen Region!
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