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Warum Elbflorenz?!

Dresden trägt den Spitznamen Elbflorenz schon seit dem 19. Jahrhundert. Das klingt zwar erst mal abwegig, haben sich Florenz und Dresden doch komplett unterschiedlich entwickelt, das eine in der Toskana, das andere in Sachsen. Doch wer genauer hinschaut, erkennt durchaus Parallelen und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten.

Am Ufer der Elbe

Das Bild der Stadt: Der Stil der Gebäude am Fluss

Sowohl Architektur als auch das Stadtbild ähneln sich durchaus. Florenz hatte seine Hochzeit in der Renaissance, Dresden etwas später im Barock. Es sind diese barocken Bauten, die aus Italien inspiriert sind und von der florentinischen Architektur beeinflusst sind. Bekanntestes Beispiel ist die Frauenkirche mit ihrer steinernen Kuppel, seinerzeit die Einzige nördlich der Alpen. Denn auch die Kathedrale von Florenz besitzt eine Kuppel aus Stein. Auch der Bildhauer Balthasar Permoser, der das Bild des Zwingers gestaltete, lebte uns studierte in Florenz bevor er nach Dresden kam. Aber auch die Erbauer des Dresdener Logenhauses, dem Palais Kaskel-Oppenheim, der Villa Rosa, der katholischen Hofkirche oder der Sempergalerie ließen sich von Bauwerken aus Florenz inspirieren.

So entstand ein prachtvolles Stadtbild an der Elbe. Das ist übrigens eine weitere Parallele: Auch mitten durch Florenz fließt ein Fluss.

Ein Ort, an dem sich Künstler wohnfühlen

Florenz und auch Dresden sind über die Jahre beides immer Orte gewesen, an denen viele Künstler lebten. Es war nicht zuletzt die Silhouette der Stadt und die schöne Lage im Tal an der Elbe, die Dresdens Reiz ausmachte.

Während in Florenz Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Galileo Galilei lebten, waren es in Dresden Balthasar Permoser, Daniel Pöppelmann (beide Erbauer vom Zwinger), George Bähr (Baumeister der Frauenkirche), der Architekt Christoph Knöffel sowie der italienische Maler Bernardo Bellotto, genannt Canaletto.

Frauenkirche in Dresden

Die Kunst

Sowohl in Florenz als auch in Dresden befinden sich umfangreiche Kunstsammlungen: In den Museen und Galerien von Dresden sind unglaublich große und wertvolle Kunstsammlungen zu sehen: Von den vielen Werken u.a. italienischer Maler in der Gemäldegallerie Alte Meister über die kunstvollen Schätze im Grünen Gewölbe und weiterer Sammlungen die in den Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden besichtigt werden können.

Das verbindet

So unterschiedlich, schon der Lage wegen und doch so viele Parallelen zwischen den beiden Städten. Das verbindet, deswegen besteht seit 1978 eine Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Florenz.

Aber auch, wenn der Einfluss aus Florenz und Italien in Dresden durchaus erlebbar ist: Am Ende ist und bleibt Elbflorenz ein Spitzname.